Papa werden: Aller Anfang ist schwer

Stefan Berger / pixelio.de

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Sie werden Vater und freuen sich auf Ihr Baby. Manchmal wird Ihnen aber auch mal ganz flau im Magen. Sie fragen sich, ob Sie den Erwartungen, die man jetzt an Sie stellt, auch genügen können. Erwartungen, die Sie von überallher spüren: Erwartungen Ihrer Frau, doch auch die Erwartungen der künftigen Großeltern, von der Gesellschaft, ja sogar von Ihren eigenen Freunden. Sie fühlen sich wie unter Beobachtung.

Früher war das einfach: Der Mann ging hinaus, um „den Büffel zu jagen“ und die Frau passte zu Hause auf die Kinder auf. Jetzt ist alles anders. Schon in der Schwangerschaft erwartet jeder ein gewisses Engagement von Ihnen. Sie kommentieren die Ultraschallbilder und gehen mit zur Schwangerschaftsgymnastik. Vielleicht machen Sie das gerne und mit sehr viel Spaß, vielleicht machen Sie es aber auch nur, weil die Gesellschaft dies von Ihnen erwartet. Sie sind ein moderner Mann und gehen anders mit dem Thema Schwangerschaft und Kinder um, als das noch Ihr eigener Vater getan hat.

Papa werden, aber wie?

Ganz ehrlich: Natürlich möchte Ihre Frau, dass Sie Anteil nehmen an Ihrem Familienzuwachs. Sie sind eine Familie! Das wollte frau übrigens schon immer, nur früher musste sie nehmen, was sie kriegen konnte. Jetzt dürfen Männer schon im frühen Stadium Anteil nehmen. Niemand spottet mehr darüber, wenn ein frischgebackener Vater sein Kind im Kinderwagen spazieren fährt. Ein Vater mit Baby auf dem Arm ist mittlerweile ein gesellschaftsfähiges Bild geworden.

Partnerschaftliche Arbeitsteilung

Versuchen Sie gleich von Anfang an festzulegen, welche Aufgaben Sie als Vater übernehmen möchten. Natürlich nicht für immer. Wenn Sie jetzt für den Windelwechsel zuständig sind, wird das spätestens dann nicht mehr nötig sein, wenn das Kind in den Kindergarten kommt. Manche Aufgaben werden gleich bleiben und manche sollten variabel dazu genommen, oder abgegeben werden. Früher haben Väter allenfalls Präsenz bei Elternabenden gezeigt, und zwar erst dann, wenn die Kinder auf weiterführende Schulen gingen. Grund- und Hauptschule war Müttersache. Inzwischen sind Väter auch im Krippenbereich Alltag. Sie holen ganz selbstverständlich ihre Kleinstkinder aus der Krippe ab, oder bringen sie dorthin. Väter sind in ihrer Vatereigenschaft plötzlich sichtbar. Der Papa geht mit seinen Kindern nicht nur auf den Spielplatz, sondern auch zum Einkaufen in den Supermarkt. Auch beim Kochen stellen sich Väter durchaus sehr geschickt an. Hausaufgabenhilfe war auch früher schon häufig die Aufgabe des Vaters, wobei sich die Hilfe oft auf Kontrolle beschränkte und ausschließlich den Kindern vorbehalten war, die eine weiterführende Schule besuchte. Den anderen konnte die Mutter bei den „Kinkerlitzchen“-Hausaufgaben helfen. Sinnvoller ist es, die Hausaufgabenhilfe unter den Partner so aufzuteilen, dass sich jeder um das kümmert, das ihm am meisten liegt. Also hilft der Vater beispielsweise bei den Sprachen und die Mutter in der Mathematik, oder umgekehrt.

Papa werden: von Anfang an durchstarten

Wenn Sie erst am Anfang Ihres Vaterdaseins stehen, müssen Sie nicht gleich alles richtig machen. Jeder fängt mal an. Nehmen Sie es mit einer gewissen Gelassenheit. Begreifen Sie Ihr Vatersein aber auch als Chance. Vor allem da Sie einer Generation angehören, die das darf, was Generationen von Vätern bisher versagt geblieben ist: Von Anfang an für Ihr Kind da sein. Nehmen Sie es in den Arm und umsorgen Sie es. Dann werden Sie seine Bedürfnisse immer mehr erspüren und Sie machen ganz automatisch von Anfang an alles richtig.

Written by Ingrid Neufeld

Die Autorin Ingrid Neufeld ist gelernte Erzieherin und betreibt mehrere pädagogische Blogs. Sie schreibt für Eltern und für alle, die mit Kinder zu tun haben. Zudem hat sie mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Auf diesem Blog will sie Väter bei ihrer Erziehungsarbeit unterstützen. - Sie sind jetzt neugierig geworden und wollen wissen, was sie für Sie und Ihr Unternehmen tun kann? Dann sind Sie herzlich auf die Seite www.textdrechslerei.de eingeladen!

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