Die Bedeutung des Vaters für ein sicher gebundenes Kind

Stefan Berger / pixelio.de

Foto: Stefan Berger / pixelio.de

Die amerikanische Psychologin Mary Ainsworth, der schottische Psychoanalytiker James Robertson und der britische Kinderpsychiater John Bowiby stellten die Theorie auf, dass Menschen von Geburt an, eine emotionale Beziehung zu ihren Mitmenschen herstellen. Umso besser die frühe Mutter-Kind-Beziehung umso mehr ist auch das Kind, in der Lage, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Doch diese frühe Bindungsfähigkeit muss nicht allein Aufgabe der Mutter bleiben. Nachweislich wirkt es sich schon auf das Befinden des Embryos positiv aus, wenn sich beide Eltern mit dem Baby im Bauch unterhalten. Ein neugeborenes Baby empfindet Sicherheit, wenn ein Elternteil in der Nähe ist und es nicht alleine gelassen wird.

Von Anfang an ein sicher gebundenes Kind

Die natürlichen Bedürfnisse des Kindes nach Nahrung werden aufgrund des Stillens automatisch von der Mutter erfüllt. Die Mutter kuschelt dabei mit dem Kind. Diese dabei entstehende Nähe vermittelt dem Kind Sicherheit und ein gutes und stabiles emotionales Empfinden.

Die Wichtigkeit des Vaters für die sichere Bindung des Kindes

Sicher gebundene Kinder können ganz entspannt daran gehen, die Umgebung kennenzulernen. Sie nutzen die Eltern als sichere Basis, zu der sie immer wieder zurückkehren können. Weil die Mutter in ihrer Stillfunktion im Vorteil ist, heißt das nicht, dass der Vater nichts tun kann. Die Bedürfnisse des Kindes nach Zuwendung werden nicht nur bei der Nahrungsaufnahme, sondern auch beim Wickeln und Baden erfüllt. Hier kann sich der Vater mit einbringen. Viele Kinder werden nachts wach, fangen an zu weinen und brauchen Zuwendung. Wenn dann der Vater statt der Mutter kommt, werden die Kleinen oft schneller ruhiger, denn bei ihm fühlen sie sich besonders in der Nacht sicherer.

Einen Vater, der von Anfang an in die Erziehung eingebunden ist, wird das Kind als „sicheren Hafen“ begreifen und sich auch dann sicher fühlen, wenn sich die Mutter außerhalb des eigenen Erfahrungshorizonts befindet. Wärme und Einfühlungsvermögen können Väter den Kindern genauso entgegenbringen wie die Mütter. Es gibt sogar Studien darüber, dass Kinder, die von Vätern erzogen wurden, die sich von Anfang an in die Erziehung eingebracht haben, später selber mehr Selbstbewusstsein, Empathie und Intelligenz entwickelt haben als Kinder, die Väter hatten, die sich wenig für die Erziehung interessierten.

 Von Anfang an viel Zeit verbringen

Mein Rat an Sie: Schenken Sie Ihrem Kind Zeit. Dann kann sich das Kind von Anfang an optimal entwickeln. Denn es braucht die zeitliche Zuwendung von Vater und Mutter. So hat es die besten Voraussetzungen, eine gesunde und stabile Bindungsfähigkeit aufzubauen. Die erste  und wesentlichste Voraussetzung, um sich zu einem selbstbewussten Menschen zu entwickeln.

Written by Ingrid Neufeld

Die Autorin Ingrid Neufeld betreibt als Erzieherin und Sozialpädagogin mehrere pädagogische Blogs. Sie schreibt für Eltern und für alle, die mit Kinder zu tun haben. Zudem hat sie mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Auf diesem Blog will sie Väter bei ihrer Erziehungsarbeit unterstützen. - Sie sind jetzt neugierig geworden und wollen wissen, was sie für Sie und Ihr Unternehmen tun kann? Dann sind Sie herzlich auf die Seite www.textdrechslerei.de eingeladen!

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